Pfingst- und (Wild-) Rosenzeit

Die Pfingst- und Wildrosenzeit, um Pfingsten herum, spiegelt den Charakter des Gartens wider.

Ein wenig naturnah angehaucht, wild und frisch grün, bevor die größere Hitze des Sommers kommen wird.

Pfingstrosen und Rosen beginnen nach und nach aufzublühen wie Lämpchen der Solarlichter, die bei Einbruch der Dunkelheit je nach Standort aufflackern.

Ein schöner, lang währender Blickfang derzeit ist die solitär stehende Apfelrose Rosa Rugosa‚ ‚Thérèse Bugnet‘ mit ihren bauschigen Schalenblüten, die einen aromatischen Wildduft ausströmen, der auch Bienen und Schmetterlinge anzieht.

Am Brunnenbecken blüht eine alte Heckenrose, die schon im Garten der Vorbesitzerin viele Jahre geblüht hat.

Dezent weiß und ein wenig Dornröschenhaft anmutend entfalten die übrigen Heckenrosen nun langsam ihre eher unauffälligen, duftigen Blüten umrahmt von bauschigem Blattwerk.

Für Rosenessig (oder Tinkturen, Ölauszüge und Hydrolate aus der kleinen Kupferdestille) pflücke ich Blüten einer alten, historischen Rose, Rosa centifolia, Typ Kassel.
Diese Rose ist sehr stark duftend mit remontierenden Blüten und zartem, hellgrünem Laub.

Oder von ‚Rose de Resht‘, wobei es sich um eine historische, auch stark duftende Damaszener Strauchrose von kompaktem Wuchs handelt.
Sie ist öfterblühend mit kräftig purpurroten Blüten.

Zutaten für Rosenblütenessig:
je 2 Handvoll Rosenblüten (etwas Zitronenmelisse optional)
1 Flasche weißer Balsamico
etwas Kandiszucker

Zubereitung:
Rosenblütenblätter vorsichtig abzupfen. Am besten morgens an einem warmen Tag pflücken, dann duften sie am intensivsten.
Die Blüten, die Melisse und den Kandiszucker in ein Glasbehältnis geben, mit Balsamico auffüllen.
Etwa zwei bis drei Wochen an einem warmen Platz stehen lassen und regelmäßig schütteln. Dabei gehen die Wirkstoffe der Rose auf den Essig über.
Abschließend den Essig filtern und in Flaschen füllen.
Pinkfarbene Blüten wie hier in meinem Fall ergeben einen kräftig himbeerfarbenen Ton.

Unter den Kletterpflanzen wirkt neben Clematis auch die Schlingpflanze Geißblatt (Lonicera) sehr dekorativ, die einen eher unschönen Bereich im Garten mit süß duftenden Blüten (ver)ziert.
Die Gattung der Geißblätter, auch Heckenkirsche genannt, umfasst etwa 180 winterharte Arten in unterschiedlichsten Wuchsformen.

Am Teich würde es mich nicht wundern, wenn ein nass glänzender, fröhlicher Froschprinz aus dem Wasser steigen würde…

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