Rote Bete

Rote Bete (Beta vulgaris), (auch Rote Beete) aus der Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) ist ein wahrer Vitamin- und Mineralstoff-Lieferant, der richtig zubereitet köstlich schmeckt.
Die Knolle ist verwandt mit Mangold und Spinat.
Der natürliche Farbstoff Betanin ist für die leuchtende Farbe der Roten Rübe verantwortlich.
Schon früher wurde Rote Bete als Färberpflanze verwendet, auch heutzutage dient sie als Lebensmittelfarbstoff.

Rote Bete enthält relativ viel Oxalsäure. Wer zur Bildung von Nierensteinen neigt, sollte dies beachten und Rote Bete nur in geringen Mengen oder gar nicht verzehren.
Aus Düngemitteln und dem Boden speichert die Rote Bete zudem Nitrate.
Darum sollten Rote Rüben auch nicht in übermäßigen Mengen und nicht täglich verzehrt werden.
Quelle: Apothekenumschau: www.apotheken-umschau.de/Rote-Beete

Obwohl es sich um ein klassisches Wintergemüse handelt, wird Rote Bete in Deutschland das ganze Jahr über angeboten.

Auch im eigenen Gemüsebeet macht sich die Pflanze sehr gut, hier werden für zwei Personen jeweils 6  bis 10 Stück empfohlen,  entweder gesät oder als vorgezogenes Pflänzchen ins Beet gesetzt.
Sie wollen regelmäßig bewässert und zeitig abgeschnitten werden.  Je kleiner, desto zarter, heißt es.

Aber auch in der Naturkosmetik kann Rote Bete, hier in getrockneter Form als feines Pulver, verwendet werden, nämlich zum Einfärben von Substanzen.
Ich habe bereits im Gesichtswasser (Rosenblütenwasser)  mit Erfolg versucht, einen roséfarbenen Ton zu erzeugen, oder in der Lippenpflege.

Heute gibt es ein kleines Döschen Lippenpflege, bestehend aus Aprikosenkernöl, Rosenjojobaöl, Bienenwachs, Kakaobutter und für die Farbe Rote Bete Pulver.
Einen Teil des Bienenwachses habe ich durch Beerenwachs ersetzt, da dadurch die Pflege geschmeidiger wird und sich besser auftragen und verteilen lässt.
Die Substanzen sind im Rohstoffhandel zu beziehen oder können auf Wunsch auch in der Apotheke bestellt werden.

Das neue Jahr ist noch ganz jung, aber die Lust auf Frisches, auf ein wenig Farbe,  auf Hantieren mit Pflanzenextrakten ist spürbar.

Hier mein Rezept:
2,3 g Rosenjojobaöl  (hierfür habe ich Rosen im letzten Sommer in Jojobaöl „ausgezogen“, Mazerat)
0,3 g Squalan (spendet ein wenig Feuchtigkeit, bewirkt, dass die Öle leichter einziehen, es wird aus Oliven gewonnen, es würde sich auch Kokosöl eignen)
3,4 g Aprikosenkernöl (hier eignet sich auch Mandelöl)
Öle insgesamt: 6 g

0,6 g Bienenwachs
0,9 g Beerenwachs (macht die Mischung „glossiger“)
0,6 g Kakaobutter
ein halber Teelöffel Rote Bete Pulver

Und so habe ich es gemacht:
Die Wachse und die Butter im hitzebeständigen Becherglas schmelzen, dann in die Restwärme die abgemessene Ölmischung hinzugeben und rühren, bis sich alles gut vermischt und aufgelöst hat.

Nun das Rote Bete Pulver hinzugeben, es setzt sich etwas ab.
Lange rühren und zum richtigen Zeitpunkt (bevor es fest wird) in ein Tiegelchen abfüllen.

Der Balsam erzeugt nur einen Hauch von Farbe, aber er pflegt sehr schön, sieht hübsch aus im Glastöpfchen und kann gut entnommen werden. Die Konsistenz ist für mein Empfinden genau richtig.

Wieder einmal ein Produkt aus der „Garten-Naturküche“, zur Pflege.

Es gibt auch viele Rezepte mit Rote Bete, sehr gut schmeckt Borschtsch, ein russisches Gericht, das unter anderem Rote Bete, Lauch, Möhren, Weißkohl, Kartoffeln und Zwiebeln enthält und mit Zucker, Salz, Pfeffer und Essig abgeschmeckt wird.

 

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