Echter Thymian (Thymus vulgarus) – ein Heilkraut

Es gibt eine Vielzahl von Heilkräutern, weltweit an die 50.000 Arten.

Seit einigen Jahren wird die Kraft der Pflanzen wieder neu entdeckt, sowohl durch Überlieferungen aus dem Bereich der Volksheilkunde, aber auch durch neue Erforschung von Pflanzeninhaltsstoffen.
Die Liste ist lang, von Phytopharmaka (pflanzliche Arzneimittel), Teemischungen, Bachblüten, Naturkosmetik, Badezusätzen, Homöopathie, Aromatherapie bis hin zur selbstgemachten Tinktur oder einem Ölauszug.

Aber  bitte immer Vorsicht. Pflanzliche Heilmittel sind wirksam, in hohen Dosen sogar schädlich und sie können auch Neben- und Wechselwirkungen haben.

Der echte Thymian (Thymus vulgaris) ist ein aromatisch riechender Halbstrauch, der bis zu 30 Zentimeter hoch wird. Er gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), blüht von Mai bis Oktober rosafarben und ist in Mittel- und Südeuropa beheimatet.

Thymian (Thymus vulgaris) ist ein vielseitiges Heil- und Gewürzkraut,  mit seinem unverkennbaren Geschmack würzt es zahlreiche Speisen.

In der Naturmedizin gilt die Pflanze aufgrund ihrer antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften als ein hervorragendes Heilkraut, das u.a. Erkältungskrankheiten, Husten und Magenbeschwerden lindern kann. Es wird oft als Bestandteil von Zahncremes und Mundwasser eingesetzt.
Als Arznei kommt das ganze Kraut zum Einsatz, also alle Pflanzenbestandteile außer der Wurzel.
Das Kraut enthält ätherisches Öl, welches desinfizierend wirkt  und das Wachstum von  Bakterien und Viren zu hemmen vermag. Volkstümlich galt es einst als „Antibiotikum der armen Leute“.

Am einfachsten lässt sich aus dem würzigen Kraut ein Tee zubereiten, der sich zum Gurgeln eignet oder als Inhalation die Atemwege beruhigt. Im Frühling und Sommer können sogar Heuschnupfengeplagte von einer positiven Wirkung profitieren. (Quelle: LandAPOTHEKE, Heilen und Pflegen nach alter Tradition, Winter 4-2017)

Aber auch Thymiansirup bei Reizhusten ist möglich, Tinktur bei Erkältungen und Entzündungen in Hals und Rachen, ein Thymianbad (bei Rheuma und Anspannung)  ein Öl (Olivenöl mit ätherischem Thymianöl bei Gelenkrheumatismus), eine Salbe gegen Muskelkater und Gicht, Thymian-Essig ( bei Hauptproblemen, entzündungshemmend) oder Räucherung  (auf dem Räucherstövchen) mit Thymian zur Desinfizierung und Stimmungsaufhellung. (Quelle: LandAPOTHEKE, Heilen und Pflegen nach alter Tradition, Winter 4-2017)

Hier ein Profil von Thymian:
www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/thymian

Da nun die Zeit der Erkältungen ist, konnte ich meine Thymiantinktur mit Erfolg testen.
Empfohlen wird, bei den ersten Erkältungssymptomen 1 TL Thymian-Tinktur in ein Glas Wasser zu geben und damit zu gurgeln.

Natürlich kann Thymiantee auch im Handel bezogen werden, aber es macht nicht viel Mühe, im Sommer über (am besten morgens oder mittags an einem sonnigen Tag kurz vor der Blüte, dann ist der Gehalt an Inhaltsstoffen am höchsten) zu ernten, zu trocknen und in Gläsern aufzubewahren.

Es gibt zahlreiche Arten innerhalb der Pflanzengattung Thymian, die sich vor allem in der Zusammensetzung der Inhaltstoffe, dem Aussehen, dem Vorkommen und dem Aroma unterscheiden.
Auch zwischen Pflastersteinen  (hier im Bild hat sich Thymian selbst ausgebreitet) macht sich die Pflanze sehr gut als Fugenbegrünung, die ausdauernd blüht und dabei duftet.

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