{"id":10373,"date":"2026-01-17T13:26:58","date_gmt":"2026-01-17T12:26:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/?p=10373"},"modified":"2026-01-17T13:35:17","modified_gmt":"2026-01-17T12:35:17","slug":"weissbeerige-mistel-viscum-album","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/naturapotheke\/weissbeerige-mistel-viscum-album\/","title":{"rendered":"Wei\u00dfbeerige Mistel &#8211; Viscum album"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10374\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6E3A1185bh300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Seit jeher fasziniert sie Menschen und r\u00fcckt vor allem in der Adventszeit in den Fokus, die wei\u00dfbeerige Mistel<em> (Viscum album), <\/em>eine Pflanzengattung innerhalt der Familie der Sandelholzgew\u00e4chse (<em>Santalaceae).<br \/>\n<\/em>Die Zweige des geheimnisvollen Baumbewohners werden gerne als immergr\u00fcnes Dekomaterial genutzt.<!--more--><\/p>\n<p><em>&#8222;Von den G\u00f6ttern selbst auf die B\u00e4ume gestreut&#8220;<\/em>, so glaubten einst die Germanen, wurden und werden diesem Wintergr\u00fcn besondere Wirkungen zugeschrieben.<br \/>\nAls Schutz vor Feuer, Blitz, b\u00f6sen Geistern und Hexen wurde es an die Hauswand oder unters Dach geh\u00e4ngt und deshalb auch als Donner- oder Hexenbesen bezeichnet.<\/p>\n<p>Bei der Mistel werden je nach bevorzugter Wirtspflanze drei Unterarten unterschieden: die Kiefernmistel, die Tannenmistel und die Laubholzmistel.<br \/>\nLaubholz-Mistel lebt auf Pappeln, Weiden, Apfelb\u00e4umen, Birnb\u00e4umen, Wei\u00dfdorn, Birken, Eichen, Linden und Ahornen.<br \/>\nBei den Nadelb\u00e4umen bevorzugt sie Kiefern und Tannen.<\/p>\n<p>Alle sind sogenannte Halbschmarotzer: Sie betreiben zwar selbst Photosynthese (im Gegensatz zu den echten Schmarotzern), entziehen dem Wirtsbaum jedoch Wasser und N\u00e4hrstoffe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10378\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6E3A1185bhochkant300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6E3A1185bhochkant300.jpg 300w, https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6E3A1185bhochkant300-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>W\u00e4hrend B\u00e4ume in Trockenzeiten ihren Wasserverbrauch stark reduzieren, verdunstet die Mistel das knappe Wasser nahezu ungebremst weiter.<br \/>\nDie Folge: Bereits durch Trockenstress geschw\u00e4chte B\u00e4ume geraten zus\u00e4tzlich unter Stress, werden anf\u00e4lliger f\u00fcr andere Schadorganismen und k\u00f6nnen im Extremfall absterben.<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lwf.bayern.de\/service\/presse\/390976\/index.php\">https:\/\/www.lwf.bayern.de\/service\/presse\/390976\/index.php<\/a><\/p>\n<p>Vor allem im Winter f\u00e4llt die Mistel auf, wenn sie als runder, gr\u00fcner Kn\u00e4uel auf kahlen \u00c4sten sitzt.<\/p>\n<p>Auch medizinisch wird die Mistel genutzt. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gilt die Pflanze als alternatives Heilmittel gegen Krebserkrankungen.<br \/>\nRudolf Steiner, Begr\u00fcnder der Anthroposophie (eine alternative Heilmethode), f\u00fchrte das Kraut in der Tumortherapie ein. Sein Ansatz: Die Mistel entziehe ihrem Wirt \u2013 normalerweise ein Baum \u2013 Wasser und N\u00e4hrstoffe und hungere diesen damit langfristig aus. Auch Krebs lie\u00dfe sich auf diese Weise bek\u00e4mpfen.<br \/>\nBislang gibt es jedoch keine \u00fcberzeugenden Studien, die eine Wirkung belegen.<br \/>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/medikamente\/heilpflanzen\/mistel-736341.html\">https:\/\/www.apotheken-umschau.de\/medikamente\/heilpflanzen\/mistel-736341.html<\/a><\/p>\n<p>Die Mistel ist eine zweih\u00e4usige Pflanze, das hei\u00dft, m\u00e4nnliche und weibliche Bl\u00fcten wachsen getrennt voneinander auf zwei Pflanzen.<br \/>\nMisteln bl\u00fchen erst nach f\u00fcnf bis sieben Jahren zum ersten Mal, jahreszeitlich allerdings weit vor den meisten anderen Pflanzen: im Winter, zwischen Februar und M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Ihre Bl\u00fctenst\u00e4nde sondern eine Art Nektar mit orangen\u00e4hnlichem Duft ab, der Fliegen, Bienen, Hummeln, Ameisen und viele andere Insekten anlockt, die f\u00fcr die Best\u00e4ubung sorgen.<br \/>\nDie Fr\u00fcchte reifen bis Anfang Dezember als wei\u00dfe Scheinbeeren.<\/p>\n<p>Die Mistel w\u00e4chst extrem langsam, sie bildet erst nach zwei Jahren die ersten Bl\u00e4ttchen und zeigt erst nach f\u00fcnf bis sieben Jahren die ersten Bl\u00fcten.<br \/>\nDa sie ihre Fr\u00fcchte nicht abwirft, ist sie auf die Verbreitung durch V\u00f6gel angewiesen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10379\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/6E3A1198bbz300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Als wichtigste Verbreiter gelten Misteldrossel, M\u00f6nchsgrasm\u00fccke, Wacholderdrossel und Seidenschwanz.<br \/>\nDabei nimmt sich die Natur eine spezielle Eigenschaft zuhilfe: die wei\u00dfen Fr\u00fcchte sind so klebrig, dass ein Teil davon an Vogelschn\u00e4beln haften bleibt. Vor allem Misteldrosseln und\u00a0 Seidenschw\u00e4nze naschen gern von den Beeren. Wetzen sie ihren Schnabel an einem Zweig oder Ast, kleben die Mistelsamen an der Rinde des k\u00fcnftigen Wirtsbaumes fest.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit jeher fasziniert sie Menschen und r\u00fcckt vor allem in der Adventszeit in den Fokus, die wei\u00dfbeerige Mistel (Viscum album), eine Pflanzengattung innerhalt der Familie der Sandelholzgew\u00e4chse (Santalaceae). Die Zweige des geheimnisvollen Baumbewohners werden gerne als immergr\u00fcnes Dekomaterial genutzt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":["post-10373","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-naturapotheke"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10373","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10373"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10373\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10383,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10373\/revisions\/10383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10373"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10373"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10373"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}