{"id":10664,"date":"2026-10-03T08:49:30","date_gmt":"2026-10-03T06:49:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/?p=10664"},"modified":"2026-10-03T08:56:17","modified_gmt":"2026-10-03T06:56:17","slug":"wilde-karde-heimische-wildpflanze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/naturapotheke\/wilde-karde-heimische-wildpflanze\/","title":{"rendered":"Wilde Karde &#8211; heimische Wildpflanze"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10665\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/300wildekarde.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Die Wild Karde &#8211; <em>Dipsacus fullonum L<\/em>. &#8211; ist eine heimische, zweij\u00e4hrige Wildpflanze mit kr\u00e4ftigem, aufrechten Wuchs aus der Familie der Gei\u00dfblattgew\u00e4chse <em>(Caprifolioaceae).<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Die Pflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standplatz, auf Brachland, auf kargen B\u00f6den mit sandigem oder lehmigem Untergrund.<br \/>\nIm ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette, im zweiten Jahr erscheint der stachelige St\u00e4ngel.<br \/>\nIm n\u00e4chsten Jahr w\u00e4chst die Pflanze in die H\u00f6he, bl\u00fcht und versamt sich.<br \/>\nDie Pflanze stirbt ab und aus den Samen entsteht die n\u00e4chste Generation.<\/p>\n<p>Kratzkopf, Weberdistel, Waldkarde lauten die Volksnamen.<br \/>\nDer Name der Karde stammt vermutlich vom <em>Kardieren<\/em>, dem Ausk\u00e4mmen von Woll- oder Leinenfasern vor dem Verspinnen.<br \/>\nDazu verwendeten die Weber fr\u00fcher die getrockneten, starren Bl\u00fctenst\u00e4nde \u2013 daher auch der Name Weberdistel oder auch Kardendistel.<br \/>\nBotanisch gesehen ist sie jedoch keine Distel.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10667\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/6E3A2319bb300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Auch <em>\u201eVenusbad\u201c<\/em> ist ein alter Volksname; das enthaltene Wasser in den Bl\u00e4ttern soll nach alter \u00dcberlieferung besonders sch\u00f6n und rein gemacht haben in der Gesichtsreinigung.<br \/>\nDie Bl\u00e4tter in St\u00e4ngeln\u00e4he bilden Trichter, in denen nach Regenf\u00e4llen reichlich Wasser oder Tau stehen bleibt, das V\u00f6geln als Trinkgelegenheit dient.<\/p>\n<p>Daneben besitzen die Fruchtst\u00e4nde auch \u00f6kologischen Wert, da sie f\u00fcr V\u00f6gel wie Dompfaff oder Stieglitz wichtiges Winterfutter darstellen und dekorativ aussehen im frostig kahlen Garten.<br \/>\nDie kr\u00e4ftige Struktur bleibt \u00fcber lange Zeit erhalten.<\/p>\n<p>Die Wilde Karde bl\u00fcht von Juli bis August.<br \/>\nTypisch sind die gro\u00dfen, walzenf\u00f6rmigen Bl\u00fctenk\u00f6pfe mit violett-blauen Einzelbl\u00fcten, die an eine Distel erinnern, womit die Pflanze aber nicht verwandt ist.<br \/>\nVon September bis Oktober reifen die Fr\u00fcchte \u2013 kleine N\u00fcsse \u2013 heran.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10671\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/6E3A2324b300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/6E3A2324b300.jpg 300w, https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/6E3A2324b300-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Als Heilpflanze ist die Wilde Karde bereits seit der Antike bekannt.<br \/>\nBei Hildegard von Bingen wurde die Pflanze traditionell zur Entgiftung und bei Hautleiden wie Ausschl\u00e4gen eingesetzt.<\/p>\n<p>Medizinisch verwendet wird die Wurzel.<br \/>\nDie Wurzel der Karde erntet man am besten im Herbst des ersten Jahres oder Fr\u00fchjahr, da sie nach der Bl\u00fcte holzig wird und weniger Wirkstoffe enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>In der Volksheilkunde dient sie als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden, Gicht, Rheuma und Hauterkrankungen.<br \/>\nDazu verwendet man die getrockneten Wurzeln, die reich an Saponinen, Bitterstoffen und Glykosiden sind und die man zu Tee und Tinkturen verarbeitet.<\/p>\n<p>Die Hom\u00f6opathie nutzt die alkoholische Tinktur und daraus hergestellte Globuli gegen Warzen, Akne und kleine Hautwunden.<br \/>\nNeuerdings wird in der naturheilkundlichen Praxis die Kardenwurzel auch innerlich als alkoholische Tinktur oder Tee begleitend zur Antibiotika-Therapie bei Borreliose angewendet. Es gibt aber keine klinischen Studien, die belegen, dass die Wilde-Karde-Tinktur den Verlauf der Borreliose in irgendeiner Weise beeinflusst.<\/p>\n<p>Einzeln oder in kleinen Gruppen wirkt die Wilde Karde ausgesprochen dekorativ und l\u00e4sst sich in Beeten oder im Bauerngarten mit anderen Wildstauden kombinieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-10668\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/6E3A2325b300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/>Wir selbst haben die Wilde Karde nicht im Garten und so habe ich mich im Botanischen Garten auf die Suche gemacht. Erst nach l\u00e4ngerem Ausschauhalten habe ich sie bei den unterschiedlichen Pflanzenfamilien bei <em>Caprifolioaceae<\/em><em> (Gei\u00dfblattgew\u00e4chse) ge<\/em>funden, aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit jedoch ohne die h\u00fcbsche Bl\u00fcte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wild Karde &#8211; Dipsacus fullonum L. &#8211; ist eine heimische, zweij\u00e4hrige Wildpflanze mit kr\u00e4ftigem, aufrechten Wuchs aus der Familie der Gei\u00dfblattgew\u00e4chse (Caprifolioaceae).<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[358],"class_list":["post-10664","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-naturapotheke","tag-wilde-karde"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10664","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10664"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10664\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10674,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10664\/revisions\/10674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10664"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10664"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10664"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}