{"id":5089,"date":"2017-12-29T15:15:46","date_gmt":"2017-12-29T14:15:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/?p=5089"},"modified":"2020-01-25T14:46:06","modified_gmt":"2020-01-25T13:46:06","slug":"kletterpflanzen-und-spielereien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/gartenskizzen\/kletterpflanzen-und-spielereien\/","title":{"rendered":"Kletterpflanzen und  Spielereien"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5062\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Quittehighlight.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"166\" \/>Wieder kehrt ein wenig Ruhe \u201edr\u00fcben im Garten\u201c ein, was Gartenbauaktivit\u00e4ten extern betrifft. <!--more-->Intern durchlaufen wir eine kurze, aber heftige Phase, die durch den Wunsch gepr\u00e4gt ist, die verschiendenen Gartenbereiche optisch ansprechend zu gestalten und \u201eauszukleiden\u201c.<\/p>\n<p>\u201eEigentlich bin ich ja nicht so f\u00fcr Kletterpflanzen\u201c, meint Frank nachdenklich, als er morgens mit seiner Kaffeetasse in der Hand von der Terrasse aus auf das Beet mit den Rhododendronpflanzen blickt.<br \/>\nEs liegt an der etwas trostlos wirkenden R\u00fcckseite einer Nachbarshecke und hat noch nicht so recht zu seiner optimalen Form gefunden.<br \/>\nUmrahmt von gro\u00dfen Fliederb\u00fcschen und der dominanten, zentral wachsenden, m\u00e4chtigen Hasel mit dicken \u00c4sten und riesig geformten Bl\u00e4ttern, die nun ins Gr\u00fcnliche changieren, fehlt \u201eetwas\u201c.<br \/>\nAuch der Boden ist noch sehr karg durchsetzt mit einer Menge kleiner Steinbrocken und aus dem Erdreich ragen niedrige Wurzeln, die beim Abholzen \u00fcbrig geblieben sind.<\/p>\n<p>Im Anschluss ist die Blumenwiese erkennbar, von der \u00fcbrigen Wiese abgegrenzt durch Steinchen, die einen gro\u00dfen Kreis bilden. Von Wildblumen ist noch keine Spur zu sehen, Unkraut macht sich gro\u00dfz\u00fcgig breit.<br \/>\n\u201eAber hier in dem Bereich w\u00e4ren vielleicht Kletterpflanzen ganz gut,\u201c stellt Frank abschlie\u00dfend fest.<\/p>\n<p>Ich muss nicht lange \u00fcberzeugt werden, da ich bei dem Wort Kletterpflanzen wie Waldreben instinktiv einem Schleier aus filigranen Bl\u00fcten sehe, der der sein Naturnetz \u00fcber den Maschendrahtzaun spannt. Rasch eile ich zum Beet, um die L\u00e4nge abzusch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>\u201eEine Kletterpflanze je zwei Schritte\u201c, schl\u00e4gt Herr Gregori vor, den ich sofort telefonisch kontaktiert habe. Wir stimmen \u00fcberein, dass Waldreben dort gedeihen w\u00fcrden, ebenso Kletterhortensien mit rahmwei\u00dfen Bl\u00fcten, sofern genug Sonne w\u00e4re, und vielleicht Gei\u00dfblatt, auch eine h\u00fcbsche Pflanze f\u00fcr den Halbschatten.<br \/>\n\u201eAchten Sie darauf, Wildclematis zu nehmen, die mit den kleinen Bl\u00fcten, die werden nicht so leicht von der Welke befallen!\u201c, beschw\u00f6rt er mich. \u201eClematis montana oder alpina.\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5064\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Clematis-highlightKr\u00e4uterbuschen-Clematis.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"166\" \/>Ein wenig f\u00fchle ich mich wie im Rausch, wie ich in meinem Lieblingspflanzcenter die Pflanzen ausw\u00e4hle, noch dazu wo ich die Zeit aufgrund anderer Projekte stehlen muss.<br \/>\n\u00dcber schmalen hohen T\u00f6pfchen, die ich im Einkaufswagen platzsparend untergebracht habe, ranken an d\u00fcnnen Holzst\u00e4ben r\u00fchrend zarte Pfl\u00e4nzchen, die ja nach Sorte winzige, wippende Bl\u00fcten angesetzt haben. Bergwaldreben- und Alpenwaldreben.<br \/>\nAuch eine Clematis viticella, eine italienische Weinrebe, reiht sich ein, die erst sp\u00e4ter im Jahr in einer rosaget\u00f6nten Farbe bl\u00fchen wird.<br \/>\nDie Temperaturen sind enorm hoch, doch ich scheine immun gegen die Hitze zu sein. Daf\u00fcr bin ich auch fast alleine im Pflanzfachgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>\u201eDr\u00fcben im Garten\u201c mache ich mir gar nicht erst die M\u00fche mich umzuziehen, tausche lediglich Riemchensandalen gegen kniehohe Gummistiefel zum enganliegenen Rock, den ich noch von meinem Pflichttermin in der Stadt trage.<br \/>\nWenn die Erde nur nicht so hart und karstig w\u00e4re, es kostet enorm viel Kraft, in der allergr\u00f6\u00dften Hitze mit Hacke und Spaten im Schotter und zwischen stabilen Wurzeln ein tiefes Loch zu graben.<br \/>\nWaldreben sind in schmalen hohen T\u00f6pfchen eingepflanzt und m\u00f6chten somit auch tief gesetzt werden. Um ein Austrocknen der empfindlichen Wurzeln zu vermeiden, wird der Fu\u00df der Pflanze mit Mulch bedeckt.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag geht das anstrengende Spiel leider von vorne los, da ich erkennen muss, dass Waldreben auch sehr gut zum zuk\u00fcnftigen Drahtzaun passen w\u00fcrden.<br \/>\nDie Bepflanzung ist nur halbhoch und somit \u00a0w\u00e4re ein leichter Sichtschutz aus duftigen Bl\u00fcten zu erwarten.<br \/>\nBei der Gelegenheit erstehe ich einige Rispenhortensien, die rahmwei\u00dfe Dolden tragen, was einen h\u00fcbsche Kulisse zum eher finster gehaltenen Rhododendronbeet erzeugt.<\/p>\n<p>Am Ende bleibe ich bei einer filigran gewachsenen Staude im Topf stehen, M\u00f6nchspfeffer, <em>Vitex agnus-castus, <\/em>einer alten Heilpflanze mit langer Tradition. Sie ist eigentlich ein Halbstrauch, gilt als Bienenweide und \u00f6ffnet erst sp\u00e4t im Jahre ihre lavendelblauen, duftenden Bl\u00fcten. Fast ist dann schon Herbst und Farbe wird rar im Garten. Genauso sp\u00e4t aber treibt sie im Fr\u00fchjahr aus, je nach Witterungsbedingungen kann sich der Austrieb bis in den Juni verz\u00f6gern.<\/p>\n<p>Auch nach den Goldfischen halte ich fl\u00fcchtig Ausschau, aber noch fehlt der Sauerstoff\u00a0 im Teichwasser.<\/p>\n<p>Die kr\u00e4ftezehrende Pflanzphase scheint zum Gl\u00fcck abgeschlossen zu sein, der Brunnen ist mit schwerem, wenn auch handlichem Ger\u00e4t gebohrt.<br \/>\nEs war gar nicht so schlimm, wie ich bef\u00fcrchtet habe.<br \/>\nAus vierzehn Metern Tiefe wird nun Grundwasser hochgepumpt und lediglich ein schmales, niedriges, wenn auch sehr blaues Rohr zeugt von den Bohrarbeiten.<\/p>\n<p>In einer einzigen Stunde ist der ganze Teich randhoch bis \u00fcber die Steine gef\u00fcllt, was ungewohnt aussieht. Die Farbe ist ein milchiges Schilfgr\u00fcn, was mir gut gef\u00e4llt und bald werden drei kleine Goldfische den Teich bewohnen. Dies wird eine kleine Attraktion f\u00fcr unser K\u00e4tzchen Geany bedeuten, ihr Lieblingsplatz ist derzeit das weiche Vlies, das unter der Teichfolie zum Vorschein gekommen ist.<\/p>\n<p>Von den Gie\u00dfarbeiten bin ich im Moment etwas entt\u00e4uscht.<br \/>\nDas Wasser schie\u00dft mit enormem Druck aus der Leitung und f\u00fcllt den Schlauch bis zum Bersten. Er f\u00fchlt sich an wie aus Stahl.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5070\" src=\"http:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Wassertropfen-Teichhighligt.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"166\" \/>So manchesmal ert\u00f6nt ein ohrenbet\u00e4ubender Knall, wenn der Schlauch durch den m\u00e4chigen Druck birst. Da ich beim Gie\u00dfen dazu neige, in allen Richtungen zu verdrehen, bin ich die H\u00e4lfte der Zeit nur mit dem Entwirren der dicken, harten Knoten besch\u00e4ftigt, die das Wasser abdr\u00fccken. Die andere H\u00e4lfte der Zeit ist allerdings dadurch eingespart, dass eine enorme Menge an Wasser dem Schlauch entspringt, was wiederum nicht g\u00fcnstig ist f\u00fcr die frisch ges\u00e4te Blumenwiese.<br \/>\nEs verdirbt mir die Lust am Gie\u00dfen und so \u00fcberlasse ich manches der Mutter Natur.<br \/>\nDaf\u00fcr stellt Frank mit Begeisterung den Sprenger auf, so dass auch die Fenster im Obergescho\u00df zum ersten Mal \u00fcberhaupt mit Wassertropfen in Ber\u00fchrung kommen.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wieder kehrt ein wenig Ruhe \u201edr\u00fcben im Garten\u201c ein, was Gartenbauaktivit\u00e4ten extern betrifft.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[206],"tags":[],"class_list":["post-5089","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gartenskizzen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5089","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5089"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5089\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7356,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5089\/revisions\/7356"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5089"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5089"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.rathgeber-balance.de\/bloggen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5089"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}