Pelargonienausstellung Schloss Nymphenburg

Im historischen Geranienhaus des Schlossparks Nymphenburg werden vom 8. bis 17. Mai 2026 mehr als 200 verschiedene Arten und Sorten von Pelargonien in Szene gesetzt.

Aus Anlass des 200-jährigen Bestehens des Geranienhauses 2016 findet die Ausstellung „Faszination Pelargonien, Farben, Formen, Düfte“  jährlich statt.
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Pelargonien (Pelargonium) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae).
Ihre 220 bis 280 Arten sind vor allem im südlichen Afrika verbreitet.
Die Vielfalt an unterschiedlichen Wuchsformen, Düften, und Formen, Zeichnungen und Größen ihrer Blätter ist beeindruckend.
Pelargonien sind in unseren Klimabereichen ausdauernde, nicht winterharte Pflanzen, die Trockenheit gut vertragen.

Die Blütezeit liegt je nach Art und Sorte zwischen Mai und Oktober. Auch im Wuchs unterscheiden sich die Pflanzen. So gibt es hängende, aufrechte und sogar sukkulente, d. h. wasserspeichernde Formen.
Sonnig, luftig und warm mögen es alle Pelargonien.

Zum Überwintern sollten die Pflanzen im Herbst um etwas zwei Drittel zurückgeschnitten werden. Der Schnitt verhindert Verholzungen und unterstützt den Wuchs. Anschließend werden die Pflanzen trocken und kühl (ca. 10° in einem hellen raum überwintert.

Die Blühfreudigkeit wird durch das Entfernen verwelkter Blütenstände gesteigert.

Auch als Heilpflanze werden in Südafrika Pelargonien zu Heilzwecken verwendet. Denn die ätherischen Öle aus den Blättern vieler Arten können zum Beispiel krampflösend wirken und helfen bei Bauchschmerzen.

Die ätherischen Öle werden durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Das Rosengeraraniumöl wird in der Aromatherapie angewendet. Botanisch richtig wäre eher „Pelargoniumöl.“

Zudem gibt es viele Pelargonien-Arten, die in ihren Wurzeln Gerbstoffe enthalten. Als Heilmittel werden sie bei Darmproblemen, aber auch bei Atemwegsbeschwerden eingesetzt.

Bei uns hat sich ein Extrakt aus der Pelargonienwurzel von perlargonium sidoides unter dem Namen „Umckalaobo“ durchgesetzt.
Er soll gegen Husten und bei Rachenentzündungen helfen. Das Mittel wirkt antibakteriell, entzündungshemmend, immunstärkend sowie schleimlösend.

Kulinarisch kann man Duftpelargonien-Blätter und Blüten auf den Salat geben. Beispielsweise in einer Mischung aus Blattsalaten, Rucola, Coctailtomaten, Salatgurke und Schafskäse.

Zur Geschichte:

Der Gartenkünstler Friedrich von Sckell (1750 – 1823) entwarf für den Nymphenburger Schlosspark drei Pflanzenhäuser, in denen ausgewählte Pflanzen gesammelt und kultiviert werden sollten. Das älteste Pflanzenhaus beherbergte Pflanzen aus verschiedenen Klima- und Kontinentalzonen. Diesem folgte das zweite Gewächshaus, heute als Geranienhaus bezeichnet. Es wurde teils zur Blumenzucht, teils zur Anzucht junger Pflanzen genutzt.

Schließlich wurden die Gewächshäuser 1820 durch den Bau des dritten Pflanzhauses zur Unterbringung von großen Pflanzen und Palmen, das so genannte Palmenhaus, ergänzt.
Als einziges der drei Pflanzenhäuser blieb das Geranienhaus in seiner ursprünglichen gestalterischen und bautechnischen Konzeption weitgehend erhalten.

 

 

 

 

 

 

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