Stadtspaziergang Alter Südfriedhof München

KrokusHeute gab es bei vorfrühlingshaftem Wetter einen Stadtspaziergang mit lehrhaftem Charakter, um ein wenig die Geschichte Münchens zu ergründen.

Der Alte Südfriedhof, auch Alter Südlicher Friedhof genannt, liegt nahe dem Sendlinger Tor, begrenzt von der Thalkirchnerstraße im Westen, der Pestalozzistraße im Osten und der Kapuzinerstraße im Süden. Vom Sendlinger Tor im Norden kommend befindet sich der Eingang an der Stephanskirche am Stephansplatz.

Er wurde 1563 von Herzog Albrecht dem V. als Pestfriedhof angelegt und später erweitert. Viele Münchner Berühmtheiten haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. (Johann v. Nussbaum, Franz v. Kobell, Joseph v. Fraunhofer, Georg Simon Ohm, Max von Pettenkofer, Carl Spitzweg und viele mehr – Quelle: München.de)

SüdfriedhofHeute wird niemand mehr hier begraben, das ca. 7 Hektar große Gelände wird als Park zum Spaziergehen genutzt. Das gesamte Areal mit den teils verfallenen, imposanten Grabmalen steht unter Denkmalschutz.

Auch die Jahreszeiten sind gut zu beobachten, Grabsteine aus unterschiedlichen Materialien bieten einen idealen Lebensraum für Vögel. Blüten, Kräuter und Bäume sind in einer Vielfalt zu finden und das mitten in der Münchner Innenstadt, der Isarvorstadt.

Nach Angaben des Landesbundes für Vogelschutz brüten 24 Vogelarten im Alten Südlichen Friedhof wie beispielsweise Amsel, Blaumeise, Buchfink, Buntspecht, Dompfaff….

SüdfriedhofVor allem die wildwachsenden Krokusse präsentieren sich im Vorfrühling zauberhaft und tünchen die Flächen in zart blau-violette Farbe.
Es folgen Frühjahrsblüher wie Blausternchen, Schlüsselblume, Maiglöckchen, Lerchensporn, etc…, die auf dem Waldboden mit feucht-schattigem Klima gute Bedingungen finden.

Hier zum Nachlesen ein Link: Pflanzenvielfalt in der Münchner Innenstadt.

http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Gesundheit-und-Umwelt/Friedhof_und_Bestattung/SFM/Alter_Suedlicher_Friedhof/Natur.html

EichhörnchenEs ist sicherlich auch schön, im heißen Sommer unter dem dichten Blätterdach ein wenig die Stille und Kühle zu genießen oder im Winter bei verschneiten Wegen einen Spaziergang zu machen, natürlich immer mit dem nötigen Respekt.

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