Buschwindröschen-Zeit

Wenn die Sonne scheint,  lockt sie mit all ihrer Kraft in die Gärten und ins Freie hinaus.
Nach und wird alles merklich grüner, es scheint man könne zusehen, wie die Blattentwicklung voranschreitet.

Damit wird auch die Lust geweckt, den Garten auf Sommerbetrieb einzustellen.

Die Holzgartenmöbel habe ich heuer schnell und mühelos auf sanfte Weise gereinigt.
Nämlich mit Seife und Wasser, dem ich einige Tropfen Öl zugegeben habe. Mit einem rauen Schwämmchen wird der gröbste Schmutz entfernt, danach können die Oberflächen wie üblich mit einem Öl zum Schutz eingerieben werden. Das Holz fühlt sich samtig glatt und ich konnte einiges an alten Putzmitteln und Chemikalien entsorgen.

Ein wenig Minimalismus wirkt auch hier befreiend.

Kaffeesatz eignet sich zum Düngen einiger Pflanzen und ist immer im Haus.
Er ist bodenversauernd und eignet sich daher für Hortensien und Rhododendren. Wichtig  ist, ihn leicht in das Erdreich einzuarbeiten.

Einige Pflanzen für Schalen habe ich gut durch den Winter gebracht wie Fuchsien, Pelargonien, Geranien und die Zitroneneverbene.
Pflänzchen werden in Form von Samen zum Leben erweckt.
Dies kostet wenig Geld, die Anzuchtschalen sind immer wieder verwendbar.
Das Warten auf die Keimlinge, das Gießen mit Regenwasser, das sich im kleinen Becken sammelt, ist ein Akt, wie er schöner nicht sein könnte.

Dahlien sind längst ins Haus geholt und treiben auf den warmen Fensterbänken vor oder stehen je nach Entwicklung bereits auf dem Balkon an der Wand zum Abhärten.  Auch Levkojen sind wie jedes Jahr angesät und können später als kleine Pflänzchen ins Gemüsebeet umziehen, wo sie für ein wenig Farbe zu sorgen. In den Abendstunden werden sie duften.

Es scheint ein Tipp zu sein, die Jungpflanzen beim Pikieren in leere Eierschachteln zu setzen. Die kleinen Förmchen können dann später ins Erdreich gesetzt werden, wo sie verrotten.
Heuer teste ich, wie Wildblumensamen sich in der Anzuchtschale entwickeln und auch Thymian ist gesät, um später die Bestände in der Blumenwiese zu erweitern.

Hier haben sich  Buschwindröschen – Anemone nemorosa – eine Pflanzenart aus der  Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) hübsch entwickelt und bilden den Anschluss zur Krokusblüte. Wenn die Sonne scheint, öffnen sie weit ihre strahlenförmigen Blüten.

Das Buschwindröschen erreicht Wuchshöhen zwischen 15 und 25 cm und ist demzufolge eine eher kleinwüchsige Staude mit blauen, weißen, roten oder rosafarbenen Blüten. Als Frühblüher bereichern sie die Beete und tupfen Farbe in die Landschaft, bis sie sich nach langer Blütezeit zurückziehen. In Laubwäldern bilden Buschwindröschen im Frühjahr richtige Blütenteppiche. Dabei steht ihnen zur Blütezeit noch genügend Licht zur Verfügung, da die Bäume ohne Laubkleid sind.

Fast Jeden Tag kann eine neue kleine Triebspitze begrüßt werden. Und die ersten Pflänzchen des Vorfrühlings wie Schneeglöckchen und Krokusse sind längst verabschiedet worden.

Es kann sich lohnen, mit einem aufmerksamen Blick durch die Landschaft zu streifen und einem „Glücksbringer“ zu begegnen. Noch dazu wo er mehr als nützlich im Garten und ein natürlicher Feind von Blattläusen ist.

 

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