Um den 1. August herum wird das keltische Jahreskreisfest Lughnasadh, auch Schnitterinnenfest gennant, gefeiert.
Der keltische Jahreskreis besteht aus acht Festen, die sich nach dem Lauf der Sonne, der Veränderung des Mondes und den vier Jahreszeiten richten.
Es gibt auch eine Verbindung zur christlichen Tradition; am 15. August beispielsweise wird Maria Himmelfahrt gefeiert und oft ein Kräuterbuschen gebunden, der früher (und oft auch heute) die Hausapotheke dargestellt hat.
Jetzt um diese Zeit besitzen Kräuter besondere Heilkräfte, die sie bis in den Winter hinein speichern können.
Lughnasadh kennzeichnet den Beginn der Erntesaison.
Obst, Gemüse und Getreide reifen und Heilpflanzen sind voller Kraft.
Der Begriff „Schnitterinnenfest“ rührt daher, dass nun Getreide geschnitten wurde, bevor es durch Hitze oder Unwetter Schaden nehmen konnte.
Nun hat der Sommer – Hochsommer – den Höhepunkt seiner Kraft erreicht. Das merkt man auch an den derzeit hohen Temperaturen.
Leider ist auch vieles in Natur und Garten sehr trocken, da Regen fehlt.
Die Farben haben sich längst unmerklich verändert und nehmen wärmere, golden überhauchte Nuancen an.
Manchmal auch schlichtweg braun und verdorrt.
Diese „Station“ im Jahreskreis lädt gerne dazu ein, ein wenig Innezuhalten, zu resümieren:
Was ist gut gelaufen?
Ist die Region von Unwetterschäden verschont geblieben, von Beeinträchtigungen durch Starkregen?
Sind die Pflanzen einigermaßen gut durch die heißen Monate gekommen, da die Hitzeperiode dieses Jahr sehr früh eingesetzt hat.
Was hat man losgelassen? Welche Veränderungen sind geplant?
Wir haben den Garten ein wenig an das Kima angepasst, schrittweise wird weitergemacht.
Einen großen Teil der Bauernhortensien an sonnenexponierten Stellen habe ich entweder ganz weg oder soweit heruntergeschnitten, dass sie nur noch ein wenig austreiben.
Es waren große Büsche, die sehr viel Wasser benötigt haben.
Hitzeverträgliche Stauden haben die dadurch entstandenen Lücken gefüllt.
Außerdem ergibt sich wieder ein leicht verändertes, frisches Bild im Garten.
In den Teichrandzonen habe ich Sandbereiche abgestochen und mit Thymian und Dost bepflanzt. Wieder ein bisschen weniger Rasen.
Wenn Rasen nachgesät wird, setze ich auf trockenheitsverträgliche Saatgutmischung, die weniger Wasser benötigen soll, da die Wurzeln weit nach unten reichen. Das ist aber noch Neuland für mich.
Die Rasenflächen werden regelmäßig aerifiziert (mit einem Handgerät), damit einer Verdichtung entgegengewirkt wird und das kostbare Nass besser eindringen kann.
Mulchmähen, Wasserspeichergranulat und hohe Schnitthöhen helfen auch ein wenig.
Und trotz aller Kritik wegen des Gießaufwandes und der Verschwendung von Wasser dient ein Rasen auch als Spielfläche und verbessert das Kleinklima. Rasenpflanzen verdunsten Wasser, produzieren Sauerstoff und binden CO2 – ein wertvoller Beitrag zur Luftqualität.
Quelle:
https://www.swr.de/leben/wohnen/trockenrasen-wasser-sparen-garten-100.html#Wassersparen
Sehr bewährt hat sich nach wie vor die große Blumenwiese. Sie ist so schön anzusehen und bietet Tieren Unterschlupf.
Nach einer teilweisen Frühmaad Ende Juni mit großer Schnitthöhe, bei der viele Inseln stehen geblieben sind, blühen nun wilder Dost, Malven, Wiesenstorchschnabel, wilde Möhre und Karthäusernelken.
Derzeit bewässere ich den Garten sehr früh am Morgen, wenn noch alles duster, kühl und auch ruhig ist. So kann der Tag langsam starten.
Hier in unserer Region wird es nun leiser, da die Sommerferien begonnen haben.
Zeit, um die Früchte des Sommers zu genießen, die Fülle, die vielen kleinen, rotgefärbten Tomaten, die bunten Blumen, Birnen in Hülle und Fülle, wieder aufgeblühte Rosen.
Dahlien, die nach und nach ihre Blüten öffnen und für überraschende Farben sorgen, sofern es sich um neue Sorten handelt.
Auf die Blüte der filigranen zierlichen Wilddahlien bin ich nach wie vor sehr gespannt und kann auch ohne Blüte feststellen, dass sich die kleinen Mühen der Aufzucht gelohnt haben.