Osterspaziergang im Schleißheimer Schlosspark

Bei schönem Ostersonntag Wetter drängt alles nach draußen, für den ersten Biergartenbesuch, um ein Eis zu essen oder in einem Park spazieren zu gehen.
Möchte man abseits vom Trubel sein, muss man die Hauptwege verlassen.

Der Schleißheimer Schlosspark bei München zählt heute zu den ganz wenigen Barockgärten, die in ihrer ursprünglichen Aufteilung erhalten geblieben sind.
www.schloesser-schleissheim.de/deutsch/schleissheim/index.htm

Anfangs niederländischem Beispiel folgend, erweiterte der französische Gartenfachmann und Wasserbauingenieur Dominique Girard den Garten im Stil der französischen Gartenkunst des Barock. Mit Fontänen und Kaskaden gelang ihm eine Gesamtgestaltung, die in den Grundzügen bis heute fast unverändert ist.

Es gibt aber auch einen naturnah gehaltenen Teil im Park und den haben wir heute besucht.
Er verläuft auf der Südseite des Schlossparks an der Schlossmauer.
Über eine Brücke gelangen wir in ein friedliches, menschenleeres Stück Natur.

Hier finden sich keine exakt angelegten Beete mit üppigem Blumenschmuck und beschnittenen Hecken.

Die Wege sind geschwungen und verlaufen sich teils im Unterholz. Auffällig erscheinen die Lichtungen, die sich durch kreisförmig angeordnete Laubbäume ergeben, auch wenn derzeit kein Blattwerk Schatten wirft.

Ab und zu gibt es Sichtachsen, durch die man in den Hauptteil des Schlossparks spähen kann.

Hier scheint es, die Pflanzen wären  sich selbst überlassen. Es fällt aber auch auf, dass einige Bäume mit dünnen Baustahlgittern vor Wild geschützt sind.

 

Es blühen schichte Waldanemonen, ab und finden sich ein paar fröhlich gelbe Narzissen in duftigen Tuffs.

Riesige Baumstämme liegen quer und bieten wunderbare Höhlen und Schlupflöcher.

Weniger ist mehr, die halbe Stunde Spaziergang hat gereicht,  die schönen, sehr schlichten Details aufzunehmen, welche die Natur derzeit zu bieten  hat, was gedanklich wieder ein wenig Platz schafft.

 

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