Winter im Garten

Es ist schon beeindruckend, wenn Garten und Natur in tiefem Schnee versinken.
Hier draußen völlig alleine kann der Winter mehr oder weniger unbesorgt genossen werden.
Die Zeit scheint stehen zu bleiben, es ist still.

Farbe kommt abhanden. Vielleicht noch ein wenig Rot durch die eine oder andere Beere, sofern sie hervorlugen kann.
Welke Hortensienbälle zaubern einen Hauch von Braun.

In der Parkanlage ist kaum geräumt, ein Schlitten hat den wadenhohen Schnee zusammengedrückt.
Hundespuren sind zu erkennen und vielleicht die von Hasen.
Eine Krähe hebt sich vom einheitlichen Weiß ab und fliegt in den Himmel.

Im Garten biegen sich die Äste bis fast zum Boden unter der schweren Last, da es kein Pulverschnee ist. Darum sollte die weiße Pracht von empfindlichen Pflanzen abgeschüttelt werden.

Kein Weg ist mehr zu erkennen. Keine Pflastersteine. Keine Holzbalustraden. Nur Konturen zeichnen sich ab.
Kleine Schiefertäfelchen ragen aus dem Schnee, hier sind die Kräuter in ihren Beeten gut verpackt und geschützt.
Das Wasser im Teich sprudelt etwas gedämpft und geradezu monoton über die Treppe auf eine milchige Oberfläche. Es ist ein Gemisch aus Schnee und Eis.

Und nun darf guten Gewissens auch gefüttert werden.
Fruchtstände von Stauden sind zwar reichlich vorhanden, aber  unter der dicken Schneehaube verborgen.

Es eignen sich Körnermischungen wie Hanf- und Sonnenblumenkerne wegen ihres Ölgehaltes, aber auch weiches Futter wie Beeren.
Für die Vögelchen heißt es möglichst viel Energiereiches zu sich zu nehmen, um gut über die Runden zu kommen.

Dieses Mal habe ich wieder Vogelfutter-Rosetten hergestellt.
Aus Kokosöl mit ein wenig Speiseöl vermengt und einer feinen Körner-/Beerenmischung sollen sie an Geheimplätzen ausgelegt, die nur Amseln, Meisen und Co. kennen, den schlimmsten Hunger stillen. Einige Rosetten haben auch eine Kordel, damit ich sie gut verborgen im geschützten Kiefernbereich aufhängen kann.
Das geschmolzene Fett mit der Körnermischung kommt in eine Silikonform und wird für ein paar Minuten ins Gefrierfach gegeben. Danach können die festen Melts mühelos entnommen werden.

Ich hoffe, meine Gartenbewohner nehmen das Angebot in der Vogelbar wahr.

 

 

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