Rund um den Mai

Alles neu, macht der Mai (Herman Adam von Kamp)

Mit kaum einem anderen Monat verbinden sich so viel Bräuche und Traditionen (und auch Begriffe) wie mit dem Mai.

Maibaum (in vielen Teilen Deutschlands ist das Aufstellen des geschmückten Baumes verbreitetes Brauchtum), Maialtar, Maiandacht (in den Kirchen finden abendliche Andachten statt), Maibowle, Maifest, Maiwanderung, Maiglöckchen, Maiengrün, Maifrost, Maifeiertage…

Im Mai gibt es auch zahlreiche Feiertage.
Der 1. Mai als „Tag der Arbeit“,  oftmals auch Muttertag, Christi Himmelfahrt als Vatertag.
(2017 Muttertag am 14. Mai – immer am zweiten Sonntag im Mai,  Vatertag und Christi Himmelfahrt am 25. Mai).

Begonnen wird die Serie schon am letzten Tag im April, mit der Nacht vom 30.  April auf den 1. Mai, der so genannten „Freinacht“ oder Walpurgisnacht.
Vielerorts werden in der Walpurgisnacht Feuer entzündet, dieser alte Brauch sollte ursprünglich Dämonen vertreiben.

Die Begriffe haben auch mit der erwachenden Natur zu tun und  zeugen von Freude über diesen schönen Monat. Die Luft ist erfüllt vom Duft des Waldmeisters, der Fliederbüsche, den Maiglöckchen und anderen Frühlingsboten.

Im Mai wird das Vieh auf die Weide gebracht (im Gebirge: Almauftrieb).
Deshalb wird er auch Weidemond, Weidemonat genannt.

Mai ist aber auch der  Monat, in dem es die Eisheilgen gibt.
Das sind die Tage zwischen dem 11.  und dem 15. Mai, wo es noch mal richtig kalt werden und schneien kann.

Mamertus – 11. Mai, Pankratius – 12. Mai, Servatius – 13. Mai, Bonifatius – 14. Mai und die kalte Sophie – 15. Mai.

Danach können die empfindlichen Pflanzen und das Gemüse getrost ins Freie gesetzt werden.
Denn dann ist die Bauernregel auch wieder Vergangenheit:

Mitunter der Gärtner nicht daran denkt, dass Sophie dem Mai gern Eisblumen schenkt.

 

 

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