Valeriana officinalis – Echter Baldrian (Tinktur)

Baldrian ist eine alt bekannte Heilpflanze aus der Familie der Baldriangewächse (Valerianaceae).

Baldrian wird bis zu 1,8 Meter hoch. Die Pflanze besitzt einen leicht behaarten Stängel und gefiederte Blätter. Die zahlreichen Blüten bilden eine Dolde und sind weißlich bis rosa gefärbt in der Zeit von Mai bis September. (Hier im Bild ist genau in der Mitte die hochgewachsene, weißblühende Pflanze zu sehen.)

Arzneilich wirksam sind die Baldrian-Wurzeln. Sie bestehen zu 0,3 bis 0,8 Prozent aus ätherischem Öl, zu 0,5 bis zwei Prozent sind sogenannte Valepotriate enthalten, vor allem der Inhaltsstoff Valtrat und dessen Abbauprodukt Baldrinal. Isovaleriansäure – ebenfalls ein Abkömmling der Valepotriate – ist für den charakteristischen Geruch verantwortlich.

Die Inhaltsstoffe des Extrakts greifen hemmend auf Botenstoffe im Zentralnervensystem ein und wirken dadurch beruhigend sowie einschlaf- und durchschlaffördernd.
Quelle:  www.apotheken-umschau.de/heilpflanzen/baldrian

Einen Teil der Wurzel  kann man im Herbst, wenn die Blütezeit vorbei ist, ausgraben und für eine Tinktur verwenden, ein Teil verbleibt im Erdreich, damit der Baldrian im Frühjahr neu austreiben kann.

Im Magazin LandIDEE, LandAPOTHEKE, Heilen und Pflegen nach alter Tradition, Herbst/Winter 2014, werden (von Dr. Alexandra Magnussen) folgende Tipps zur Verarbeitung gegeben:

Die Wurzeln werden gereinigt, in kleine Stücke geschnitten und bei weniger als 40 Grad getrocknet.

Für eine Baldrian-Tinktur werden die klein geschnittenen Baldrianwurzeln  mit Doppelkorn oder Weingeist (40 Vol-%) übergossen, bis sie vollständig bedeckt sind. Dann lässt man sie für etwa 4 Wochen ziehen. Danach abseihen (das geht mit einem Kaffeefilterpapier)  und in eine dunkle Tropfflasche  abfüllen.

Von dieser Tinktur abends oder bei Bedarf einen Teelöffel einnehmen.

Meine Baldrian Tinktur muss sich erst noch kräfitg färben. Mehrmals Schütteln am Tag ist hilfreich, damit die Wirkstoffe auf den Alkohol übergehen können.

Schön langsam geht’s dem Ende zu, was Naturapotheken-Produkte aus dem Garten betrifft – Baldriantinktur  hat vermutlich den Reigen geschlossen.
Nun gibt’s noch Apfelbeeren und Trauben zu ernten, wenn sie reif genug für das Gelee sind.

Herbst und Winter halten eher kulinarische  Rezepte und Deko-Ideen aus dem Garten und der Natur bereit,… die Inspirationen werden hoffentlich nicht versiegen.

 

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