Der Prinzengarten – Ein Wasserspielplatz im Nymphenburger Park

Ein Traum oder doch Wirklichkeit?

Als Kinder waren wir oft mit unserer Tante im Nymphenburger Schlosspark in München und im Milchhäusl, einem Selbstbedienungs-Café, wo es große Becher Milch mit Eis und Schlagsahne gab.
Die Rosen, die das kleine Areal rings um die Tische und Bänke herum säumten, blühten den ganzen Sommer lang bis in den Herbst hinein. Sie dufteten.

Der Nymphenburger Schlosspark und ist voller Oasen und verwunschener Plätze, die abseits von bekannten Wegen liegen.
All die Schlösschen, Pagoden, Teiche mit Seerosen, sprudelnde Bäche, Brücken mit Holzgeländern, Blumenwiesen-Inseln, Bänkchen, laden zum Entdecken und Verweilen ein.
Vor allem auch in der heißen Jahreszeit, da die riesigen Bäume viel Schatten und Kühle spenden.

Anziehungspunkt an heißen Tagen war und ist der Prinzengarten mit angrenzendem Hexenhäuschen (Bild oben), das vor allem Kinder beeindruckt.
Das Hexenhäuschen steht leer und bietet Stoff für viele Geschichten.

Der überschaubare, eingezäunte Landschaftsgarten wurde 1799 als separates Gärtchen für den noch kleinen Kronprinz Ludwig, den späteren König Ludwig I., angelegt.
Damals hieß er Ludwigsgarten. Dort entstand auch ein zweistöckiger Pavillon, das heutige „Hexenhäuschen“.

Anstatt den Schlosspark durch die Haupttore zu betreten, wählt man ein südlich gelegenes Seitentor, das Laimer Tor.
Schnell ist der Prinzengarten erreicht, den Eingang markiert ein kleiner Holzbrunnen, dessen Wasser gerade bei großer Hitze den Eindruck von Frische erweckt.

Im hinteren Teil des Gartens sprudelt eine vom Parkkanal gespeiste Quelle aus einem Felsen hervor und bildet einen Bach, der durch den Prinzengarten fließt. Kleine Brücken sind angelegt. Ein Paradies für Kinder, um ausgiebig im Wasser zu plantschen.

Die umstehenden Bäume verschlucken Geräusche, der Ort strahlt eine nostalgisch anmutende Friedlichkeit und Ruhe aus.
Wunderschön war auch der Duft, der uns umringt hat, der Duft von frischen Lindenblüten, blumig und süß zugleich.

Ob die Wassertreppen, die ich oftmals in Gedanken ganz klar und deutlich vor mir sehe, Traum oder Wirklichkeit waren, konnte ich abschließend nicht klären, da die Anlage aus Kindersicht sehr mächtig gewirkt haben muss.

 

 

Hier ein Link zum Nachlesen:
schloesserblog.bayern.de/allgemein/verwunschene-orte-der-kronprinzengarten-mit-pavillon-im-nymphenburger-schlosspark

 

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