Winterbaden

Eine ganz spezielle  und intensive Möglichkeit, sich noch mehr mit der Natur zu verbinden und den Wechsel der Jahreszeiten zu  erleben, ist das Winterbaden.
Hautnah mit allen Sinnen.

Schon länger reizt mich der Gedanke und Anfang Oktober begann das neue Projekt.
Natürlich nach gründlicher Recherche und dem Beschaffen von geeigneter Ausrüstung.

Neopren Badeanzug ohne Ärmel mit Reißverschluss, Neoprenschuhe und Neoprenhandschuhe, möglichst eng und klein, damit sie gut sitzen.
Eine Saunahandtuch mit Klettverschluss, was das Umziehen erleichtert.
Wollsocken eine Nummer größer, ein kleines Handtuch oder eine Sitz-Isomatte zum Draufstellen, da der Boden nass und schlammig sein kann.

Da ich im zeitigen Herbst begonnen habe und das Wetter noch warm war, konnte ich mit den Temperaturen langsam „mitwachsen“.

Hier einige Aspekte, die sich bislang bewahrheitet haben:
Die Haut wird krebsrot und prickelt angenehm.
Kalte Füße und allgemeines Frösteln sollen abgeschwächt werden.
Man fühlt sich frisch und wach.
Intensives Erleben der kalten Jahreszeit.
Man findet immer mehr Gefallen daran.

Da ich es am zeitigen Morgen betreibe, fügt es sich gut in den Tagesablauf ein.
Vor allem auch am Wochenende, da es hier das absolute Highlight bedeutet und lange nachwirkt.
Die Bilder  werden abgespeichert. Auch in der Erinnerung.

Bislang läuft alles nach dem gleichen Schema ab.
Kleidung ablegen, nicht lange zaudern, Arme abspritzen, eintauchen, natürlich ohne den Kopf unter Wasser zu halten.
Nun einige Bahnen immer parallel zum Ufer schwimmen.
Dann gibt es eine kleine Pause mit Wassertreten ähnlich wie beim Kneippgang.
Anschließend tauche ich nochmals ein und schwimme. Das Wasser fühlt sich seidig und angenehm an. Fast warm.
Eine Schar von Enten leistet in unmittelbarer Entfernung Gesellschaft.

Noch mehr als zuvor sehe ich die Schönheit der Natur, verschmelze mit dem Wasser und fühle mich eins.

Heute war es bereits sehr neblig, die Temperatur im Freien lag bei 2° Celsius.
Wir haben kaum zum anderen Ufer des kleinen Badesees gesehen. Die Stimmung war mystisch verzaubert.

Das Umziehen danach ist ein Balanceakt, da die Kleidung auf der Haut klebt.
Zum Glück steht eine gemütliche Bank bereit, die heute allerdings nebelnass war.

Nun geht es zusammen mit meinem treuen Begleiter und Fotografen zurück durch den Wald.
Wir überqueren eine kleine Holzbrücke und schauen in einen fließenden Bach.
Schön wars, auch wenn die Kälte nun jede einzelne Pore durchdringt.

Hier ein Link zum Nachlesen:
www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Winterbaden-oder-Eisbaden-Worauf-muss-man-achten,eisbaden238.html

 

 

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