Lavendel-Handcreme

LavendelNoch immer ist die Pflanzenvorratskammer ganz gut bestückt.

Lavendelhydrolat aus der kleinen Kupferdestille, Lavendelwasser aus dem Espressokännchen (für den Frischeduft beim Bügeln), Jojoba-Lavendelöl.

Ein wenig Raumduftspray ist noch vorrätig, die Kräutersäckchen zum „Neben das Kopfkissenlegen“ sehen aus wie neu.

Das Jojoba-Rosenöl ist zur Neige gegangen, ebenso Rosenhydrolat, Thymiansalz für die Küche.

Bestens bewährt hat sich Rosenpfeffer, der in der kleinen Gewürzmühle zudem sehr dekorativ (und appetitlich) aussieht.
Johanniskrautöl (Rotöl) ist auch noch ein wenig vorrätig (zu therapeutischem Zwecke), wird aber in der kommenden Saison neu zubereitet.

LavendelölLavendel, Lavendel, Lavendel… dies bringt mich auf die Idee, auf der Grundlage von Lavendelhydrolat und etwas Lavendelmazerat (Pflanzenauszug in Jojobaöl) aus eigenen Beständen eine ganz schlichte Lavendel-Handreme zu rühren, die mit Weingeist konserviert wird. Zusätzlich wird sie noch mit ein wenig ätherischem Lavendelöl beduftet, obwohl der Lavendellduft schon stark durchkommt.

Ich wähle ein bestens bewährtes Grundrezept, hier entnommen:
www.olionatura.de/_basics/basisrezepturen.php?menue=basisrezepturen&id=4

Eine Emulsion besteht aus einer Ölphase, einer Wasserphase und einem Emulgator, um die beiden Phasen miteinander zu verbinden. Der Emulgator Xyliance eignet sich hier gut für Handcremes.

LavendelhandcremeAls Öle wähle ich Mandelöl und Jojoba-Lavendelöl, die beide angenehm im Einziehverhalten sind. Jojobaöl ist zudem ein oxidativ hochstabiles Öl, da ja langsam die sonnenreicheren Tage kommen. Als weiteres Öl ist Kokosöl enthalten, das schnell auf der Haut einzieht.

Sheabutter reguliert den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und fungiert als natürlicher Konsistenzgeber.
Ein wenig Bienenwachs gibt in geringer Einsatzkonzentration ebenfalls leichte Konsistenz und bildet einen dünnen Schutzfilm.

Am Ende kommen in die abgekühlte Emulsion noch ein wenig Glycerin und D-Panthenol mit feuchtigkeitserhaltender Wirkung. Konserviert wird mit Weingeist, 12 bis 15 Prozent auf die Wasserphase gerechnet.

Und so habe ich es gemacht:
Emulgator, Öle, Sheabutter und Bienenwachs werden in ein hitzebeständiges Becherglas gegeben. Das Lavendelhydrolat kommt in ein eigenes Glas.

Nun werden die Komponenten in den zwei Bechergläsern auf der Herdplatte klar aufgeschmolzen bzw. erhitzt. Das Hydrolat (oder auch destillierte Wasser) sollte eine Temperatur von ungefähr 80 Grad haben.

Wenn beide Phasen in etwa die gleiche Temperatur haben, wird die Wasserphase in die Fettphase gegeben. Dann wird mit dem Stabmixer hochtourig gerührt. Ein bis zwei Minuten.

Anschließend wird mit einem Spatel sanft und langsam handwarm gerührt. Dabei können auch die Luftbläschen entweichen.

In die abgekühlte Emulsion kommen nun noch D-Panthenol und das Glycerin und zum Konservieren der Weingeist.

Bei Bedarf kann nun ein wenig ätherisches Öl hinzugegeben werden.

LavendelhandcremeEs ist eine schöne Creme geworden, die sich gut auftragen lässt, und die sehr intensiv nach Lavendel duftet.
Und ich hoffe, dass auch die Bilder ein wenig für sich sprechen…

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