Lavendelzeit, Sommerzeit…

Wenn der Lavendel blüht, ist Sommer.

Lavendel (lavandula) aus der Familie der Lippenblütler (lamiaceae) verbreitet  im Kräuterbeet mediterranes Flair ebenso wie Bartblume, Heiligenkraut und Gewürzsalbei.
Die Halbsträucher, die aus trockenen Gebieten stammen, vertragen weniger Feuchtigkeit, vor allem auch im Winter.
Sie benötigen einen sonnigen und warmen Standort. Wichtig ist ein guter Wasserabzug, eventuell auch das Einarbeiten von Splitt oder Schotter.
Es gilt der Grundsatz, wenig zu düngen.  Lavendel sollte man immer am frühen Morgen ernten. Dann ist der Duftstoffgehalt am höchsten.

Hier ein wenig zum Nachlesen:
www.lwg.bayern.de/gartenakademie/gartendokumente/gartencast/098625/index.php

Durch Wasserdampfdestillation aus den Blüten des Lavendels (lavandula officinalis) wird Lavendelöl gewonnen. Es darf  nicht verwechselt werden mit Lavandin aus lavandula fragrans delphinesis. Diese Öle haben einen wesentlich niedrigen Estergehalt und enthalten Kampfer (belebende und erfrischende Wirkung).

Ähnliches gilt für den so genannten Speik-Lavendel, hergestellt aus lavandula spica (lavandula latifolia). Dieses Öl enthält auch eine bestimmte Menge Kampfer und wird als Insektenbekämpfungsmittel eingesetzt.
Darüber hinaus gibt es noch Schopf-Lavendelöl aus dem französischen Lavendel lavandula stochas.

Lavendel ist ein lang bewährtes Heilmittel.
Man verwendet es unter anderem zur Insektenabwehr und als Duftspender für Wäsche.
Es ist ein beruhigendes Öl, welches als sanftes Schlafmittel dient („Lasea“), es wirkt desinfizierend und ist neben Rosenöl und Sandelholzöl das einzige Öl, das man unverdünnt auf der Haut auftragen  kann.
In der Aromatherapie wird Lavendelöl bei Verbrennungen eingesetzt.  (Quelle: Portraits er wichtigsten etherischen Öl, Dietrich Wabner, Adelheid Hammer-Klafke und Eliane Zimmermann).

Hier wäre ein Tipp, Lavendel in der Hautpflege zu verwenden bzw. in einem pflegenden Sonnenöl. (Quelle: Landapotheke, Heilen und Pflegen nach alter Tradition, Sommer/Herbst 4-2015).

Natürlich ist der beste Schutz vor Sonne der Schatten. Aber auch bei Gartenarbeit, die nicht in praller Sonne stattfindet, könnte dieses Öl als „leichter Sonnenschutz“ eingesetzt werden, da es auch die Haut regeneriert.

Rezeptur  für einen schützendes Körperöl mit regenerierender Pflege und Sonnenschutzfaktor 4:
Zutaten:
50 ml Bio-Sesamöl
20 – 40 Tr. Sanddornfruchtfleischöl
5 Tr. Ätherisches Lavendelöl

Alles gut vermischen und in ein dunkles, beschriftetes Fläschchen geben. Kühl und dunkel lagern.
Etwa eine Stunde vor dem Aufenthalt im Freien auftragen. Sesamöl blockt zu 30 % der UV-Strahlung ab.

Persönlicher Tipp:
Ich habe das Öl mit Jojobaöl, in dem Lavendelblüten mazeriert wurden, und geschmolzenem Kokosöl vermischt. Auch etwas weniger Sanddornfruchtfleischöl verwendet, da es stark färbt.
Die Mischung riecht hinreißend bedingt durch das Kokosöl und den Lavendel. Es zieht geschmeidig auf der Haut ein und hinterlässt einen angenehmen, pflegenden Film.
Kokosöl dringt schnell, aber nur oberflächlich in die Haut ein und erzeugt bei Auftrag ein glattes, weiches Hautgefühl. Jojobaöl ist darüber hinaus oxidativ stabil und weist feuchtigkeitsbindende Eigenschaften auf.

Es ist nun mein Gartenarbeit-Sommer-Regenerations-Hautöl mit schützenden Eigenschaften und angenehmem Lavendelduft.

Aber auch ohne Weiterverarbeitung zu einem Öl oder ätherischen Ö ist Lavendel eine wertvolle Nahrungsquelle für Schmetterling, Biene und Co. auf Balkon, der Terrasse oder im Garten,  wenn die eine oder andere Pflanze bereits verblüht ist.

Die Blütenstände halten sich zudem lange in der Vase und eignen sich zum Trocknen.

 

 

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