Naturparfum

HerbstanemoneDa der Sommer sich langsam verabschiedet und Frühherbst anrückt, möchte ich vielleicht ein letztes Mal in dieser Saison etwas „einfangen“, das mich an den Garten erinnert. Was sind die Signale des Frühherbstes?

Ich mache einen Rundgang durch den Garten und notiere in Gedanken: kirschrote Beeren an Eiben, die wie kleine Perlen aussehen. Die Früchte der Heckenrosen und des Feuerdorns färben sich langsam. Holunderbeeren sind schon ganz dunkel und nahezu reif, die „Apfelbeere“ – ein zierlicher Strauch – trägt bereits bunte Blätter.

Die Schirme der Lampionblumen werden immer knalliger und setzen auffallende Blickpunkte in den Rabatten. Es sieht fröhlich aus, noch dazu wo ich heuer in Lücken Kapuzinerkresse gesät habe, die farblich die Beete auflockert.

HortensienUnd natürlich blühen Rosen in einer wahren Pracht, Dahlien laufen jetzt erst zu ihrer Höchstform auf, Herstanemonen tanzen im Wind. Die Blüten des Purpursonnenhutes verblassen etwas, auch Hortensien büßen nach und nach an Farbe ein. Die „Bälle“ lasse ich jedoch stehen, es sieht schön aus, wenn im Winter der Frost Verblühtes überzuckert.

Wie immer ist das „Festhalten“ mit Bildern verankert. Wenn ich eine Rosenblüte sehe, nehme ich unbewusst auch den Duft wahr.
Im Grunde genommen würde es schon reichen, ein paar Fotos zu betrachten, doch damit es noch intensiver wirkt, möchte ich einen Rezeptvorschlag ausprobieren.

Der Rezeptvorschlag für ein „Naturparfum“ ist aus dem Magazin „Landapotheke“ Sommer/Herbst – 4 – 2014. (Ich habe die Erlaubnis, mit Quellenangabe ab und zu etwas weiterzugeben.)

Die Grundlagen aller Naturparfum-Rezepte zum Selbermachen sind überschaubar. Es wird ein Trägerstoff benötigt, beispielsweise Jojobaöl, das auch von empfindlicher Haut vertragen wird, sowie ätherische Öle für den Duft.

Hier in dieser Rezeptur für ein Blütenparfum wird Alkohol – Weingeist – mit Rosenhydrolat im Verhältnis 1: 1 verwendet. Der Prozentgehalt von Duftstoffen beträgt hier etwa 5 %.

Es kann in einen Flakon gefülBlütenparfumlt werden zum Besprühen oder aber auch in ein kleines Fläschchen in halber Menge zum Ausprobieren mit Tropfeinsatz, so wie ich es gemacht habe. So kann ich sparsam dosieren. Vor Gebrauch bitte immer schütteln.

Zutaten:
10 ml Rosenhydrolat
10 ml Weingeist
Ätherische Öle von Melisse (9 Tropfen), Neroli (8 Tropfen), Römische Kamille (7 Tropfen) und Rose (2 Tropfen).

Zubereitung:
Hydrolat und Weingeist in ein geeignetes Glas füllen, die ätherischen Öle dazu tropfen.

Wie würde ich den Duft beschreiben?

Ätherische Orangenblüte (Neroli) für sich alleine duftet wunderbar frisch, ätherische Rose geradezu betörend. Doch in der Gesamtheit könnte das „Parfum“ vielleicht als „krautig“ beschrieben werden, vermutlich bedingt durch Melisse und Kamille. Für einen Hobbygärtner durchaus passend.
Natürlich können auch andere ätherische Öle gewählt werden, so dass eine völlig andere Note zustande kommt…

 

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