Botanischer Garten München-Nymphenburg

Im Botanischen Garten München-Nymphenburg werden auf einer Fläche von 21,2 Hektar rund 19.600 Arten und Unterarten kultiviert. Die Gartenanlage zählt zu den artenreichsten Pflanzensammlungen in Deutschland.

Es ist für jeden Geschmack und jede Vorliebe etwas dabei.
Sei es in den Gewächshäusern mit feuchttropischem Klima, im Orchideenhaus, im Schmuckhof mit Seerosenteich (mit Schildkröten und Fischen), auf dem hügeligen Berg mit Alpenlandschaft oder bei den Rhododendren besonders zur Blütehochzeit im Mai.
Auch die ausgedehnten Wildkrokuswiesen oder Beete üppig mit Alpenveilchen bepflanzt stimmen in der Vorfrühlingszeit auf das neue Gartenjahr ein.
Jetzt zu Ende des Sommers bezaubern zahllose buntfarbige Dahlien mit ihrer Blüte.
Der Herbst wird von Herbstzeitlosen begleitet.

Das Alpinum präsentiert mehr als 1.500 Gebirgspflanzen aus aller Welt, von den heimischen Alpen bis in ferne Regionen wie Himalaja, Anden oder Rocky Mountains.

Im Nutzpflanzengarten werden wohlvertraute und auch längst vergessene Nahrungs- und Arzneipflanzen kultiviert.
Hier finden auch Kräuterführungen statt.
In der Winterszeit sind die Kräuterbeete zum Schutz vor Kälte dick mit Fichtenzweigen und halben Bäumchen abgedeckt. Dadurch riecht es immer ein wenig „weihnachtlich“ durch den harzigen Duft der Nadeln.

Das Arboretum ist parkartig angelegt und zeigt die Vielfalt der Laub- und Nadelgehölze. Ein verwunschener Teil sind der Rhododendronhain und die Farnschlucht. Diese romantische Ecke bietet selbst im heißesten Sommer ein kühles, halbschattiges Ambiente.

Es leben hier nicht nur Pflanzen, sondern auch Vorgelarten und Insekten wie Bienen, Hummeln oder Libellen. Der Botanische Garten schafft Kleinstlebensräume für eine Vielzahl an Tierarten, auch über 100 Arten an heimischen, oft bedrohten Wildbienen finden ein Zuhause.

Zur Geschichte:
Schon seit 1809 gibt es einen Botanischen Garten in München.
Zunächst befand er sich zwischen dem Stachus und dem Hauptbahnhof.
Heute trägt diese Parkanlage den Namen „Alter Botanischer Garten“.

Bald wurde es in der Innenstadt jedoch zu eng und der Park wurde an anderer Stelle neu geschaffen.
Am 10. Mai 1914 wurde der Botanische Garten München-Nymphenburg (Oberleitung Karl Eberhard von Goebel) eröffnet.

Der Hintereingang des Botanischen Gartens schließt direkt an den Nymphenburger Schlosspark an, einer der bedeutendsten Gartenanlagen Deutschlands.
Von hier aus gelangt man auch recht schnell zum so genannten „Milchhäusl“, ein Relikt aus vergangener Zeit. Es lag einst verborgen zwischen Beeten mit üppig blühenden Rosen, dem duftenden Rosengarten. Zwischenzeitlich ist es zu einem Selbstbedienungscafé umgebaut worden.

Natürlich gibt es auch Sonderausstellungen auf das ganze Jahr über  verteilt.
In der kalten Jahreszeit ziehen tropische Schmetterlinge in den Gewächshäusern viele Besucher an.

Ich persönliche besuche auch gerne zum Ende des Winters den Botanischen Garten, wenn schon die ersten Knospen sprießen, Frühblüher starten und die Teichfläche des großen Sees teilweise noch vereist ist.
So kann vielleicht zu kurz gekommenes Winterfeeling ein wenig nachgespürt werden. Und trotzdem kommt  Vorfreude auf.

Zum Nachlesen:
http://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/orte/120268.html

 

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