Seidelbast Daphne mezereum ‚Rubra‘

Seidelbast„Er“ steht nun schon seit Spätherbst „drüben im Garten“ und zwar am Gehölzrand im halbschattigen Bereich einer hochgewachsenen Fichte.

Seidelbast Daphne mezereum ‚Rubra‘.

Begeistert bin ich von der langen Blütezeit, die etliche Wochen währt, dem zarten Duft, den die lilarosafarbenen Blüten verströmen.

Die Blätter erscheinen eigentlich erst nach der Blüte, zeichnen sich durch eine helle, frischgrüne Farbe aus und sind länglich geformt.

Ich  habe den Seidelbast ganz am Ende der Pflanzsaison fast schon im Frühwinter letzten Jahres erstanden, aufgereiht als Sonderangebot, ein wenig vergessen und übersehen. Natürlich weiß ich um die Giftigkeit der Pflanze. Ein Wermutstropfen, der die Freude darüber ein wenig trübt.

Nur zu gut erinnere ich  mich an den elterlichen großen Garten, in dem auch ein Seidelbast wuchs und der mich als Kind fasziniert hat. Vermutlich aufgrund der lavendelblauen Blütenfarbe, die sich sehr früh im Jahr zeigt. Vielleicht auch deshalb, weil die Pflanze früh fliegende Schmetterlinge und Bienen anzieht.

Noch wahrscheinlicher war es aber deshalb, weil uns Kindern eingebläut wurde, dass die Pflanze in allen Teilen sehr giftig ist und strikt zu meiden sei. Der  Seidelbast war somit von einer geheimnisvollen Aura umgeben. Irgendwann war der kleine Strauch plötzlich verschwunden…

SeidelbastDaphne mezereum gedeiht an einem schattigen bis halbschattigen Platz. Es ist ein kleiner, aufrechter, verzweigter Strauch, der ungefähr eine Höhe von einem Meter erreicht. Im Herbst entwickeln sich rote Beeren, die sehr giftig sind.

Seidelbast gehört zu den geschützten Arten.

 

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