Baumharze

Baumharze sind nicht wasserlösliche, zähflüssige Ausscheidungen von Bäumen.

Wird die Pflanze verletzt, so tritt dieser Saft aus, um die Wunde zu verschließen. An der Luft wird das Harz nach einiger Zeit fest.

Das noch flüssige Harz der Nadelbäume heißt Terpentin. Daraus wird durch Destillieren Kolophonium gewonnen. Dieses findet unter anderem in Kaugummi, als Klebstoff für Pflaster und als Bogenharz für Streichinstrumente Verwendung.

Zusätzlich war  schon in der Frühzeit  die heilende Wirkung von Harzen bekannt.

Die Harze verschiedener Baumarten unterscheiden sich in der Beschaffenheit und im Geruch, wobei jeder golden glänzender Harztropfen ein Geschenk des Baumes ist.
Man sollte niemals an der Rinde kratzen oder das Harz mit spitzen Gegenständen abschaben oder herausbrechen.
Älteres Harz hingegen, das schon fest geworden ist, lässt sich leicht lösen, ohne dass die  Rinde Schaden nimmt.
Verklebte Hände lassen sich mit einem mit Olivenöl getränkten Lappen reinigen.

Verwendung von Harzen als Räucherwerk
Es lässt sich wunderbar damit räuchern, auf dem kleinen Räucherlämpchen, das mit einem Teelicht beheizt wird.
Baumharze lassen sich pur verräuchern, man kann sie auch mörsern und mit anderen Pflanzenteilen mischen.

Hier bei uns im Garten ist das Harz an einem sehr alten Kirschbaum ausgetreten, der vor einiger Zeit beschnitten wurde.

Hier ein Link zum Nachlesen bzw. ein kleiner Film zum Anschauen: 
Eine Kräuterpädagogin lädt ein zum Sapziergang durch den Wald, um an Stämmen von Nadelbäumen Harz zu finden. Das Baumharz erntet sie auschließlich nur mit den Händen, um dem Baum keinen weiteren Schaden zuzufügen.
www.swr.de/gruenzeug/gartentipps/altes-wissen-heilsame-harze/-/id=13057490/did=18060908/nid=13057490/g1id3q/index.html

Dabei bitte beachten, zu heilpflanzlichen Zwecken das Harz von Kiefern und Nadelbäumen zu vewenden.
Bei Obstbäumen besteht die Gefahr darin, dass man schlecht unterscheiden kann zwischen Harz und so genanntem Gummifluss. Letzteres ist ein Phänomen bzw. eine Krankheit, das/die an Obstbäumen auftritt. Hier gilt eine gute Wundpflege.

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