Handcreme im Stück (Handmelts)…

Heute werden Handcreme-Melts fabriziert. Feste Handcreme im Stück.

Der Tipp ist dem Magazin „Landapotheke“, Heilen und Pflegen nach alter Tradition, entnommen (Frühjahr 1-2017).

Zutaten:
20 g Kakaobutter
10 g Bienenwachs
5 g Jojobaöl oder Weizenkeimöl
10 g Sheabutter

Und so habe ich es gemacht:
10 g Bienenwachs (noch vorrätig vom letzten Besuch beim Imker) in einem hitzebeständigen Becherglas schmelzen lassen.

Wer mit den Wachsen etwas „spielen“  möchte, kann einen Teil des Bienenwachses durch Rosenwachs/Jasminwachs und/oder Beerenwachs ersetzen. Durch Beerenwachs wird der Melt weicher.

Dann die Sheabutter (ich habe einen Teil durch Mangobutter ersetzt) hinzugeben. In der Restwärme die Kakaobutter schmelzen lassen.
Anschließend das Öl hinzugeben.
Ich habe eine Mischung aus Aprikosenkernöl, Tonka-Jojoba-Mazerat (selbsthergestellt aus Tonkabohnen, es würde sich auch ein Lavendel oder Rosenblüten-Mazerat eignen) und dem nach Marzipan duftenden Pflaumenkernöl verwendet.
Parfumiert habe ich die Masse mit ätherischen Ölen wie Jasmin, Orange, Rosengeranie, Tonka und Ylang-Ylang.

Nun in geeignete Formen abfüllen (beispielsweise Motiv-Seifenformen), bei Zimmertemperatur fest werden  lassen, dann für eine halbe Stunde ins  Tiefkühlfach geben.
Die Melts gleiten danach mühelos aus der Form heraus.

Anwendung:
Die Hände nach dem Händewaschen, nach einer Dusche oder bei feuchten Händen durch Hausarbeit wie mit einer Seife einreiben, der Melt schmilzt dabei auf der Haut und hinterlässt ein seidig gepflegtes Gefühl.

Es geht hier nicht nur um Pflege, sondern um das Dufterlebnis, da die Mischung und der fertige Melt (bedingt durch die Pflanzenmazerate/Öle und ätherischen Öle) hinreißend duften.

Handmelts sind auch hübsche, gern gesehene Mitbringsel, die sich dekorativ verpacken lassen.

Heute ist übrigens Josefitag, die katholische Kirche feiert am 19.  März den Namenstag des heiligen Josef von Nazareth.
Josefi gilt als wichtiger Lostag:
„Wenn Sankt Josef schönes Wetter bringt, der Honigwein dann gut gelingt.“
„Ist‘s am Josefitage klar, folgt ein fruchtbar Jahr.“
„Wenns erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gewiss.“

Bescheren die Tage um St. Josef warmes Wetter, darf ein überdurchschnittlicher Sommer mit reichlich Blumenwiesen erwartet werden und somit ein gutes Bienenjahr.

Lostage, nach denen man früher die Arbeit im Feld und Garten einteilte, haben heute vermutlich an Bedeutsamkeit verloren. Auch wurden damit (volkstümliche) Wetterprognosen erstellt. Durch den Klimawandel haben sich jedoch die Daten verschoben.

Dennoch ist es wohltuend, diesem alten Wissen Glauben zu schenken und sensibel die Zeichen der Natur zu deuten. Dies kann – nach  meinem Empfinden – ein wenig bremsend auf die Schnelllebigkeit wirken.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.