Löwenzahnwurzelkaffee

Im  April und Mai durchziehen sie die Wiesen und Anlagen mit leuchtend gelben Punkten, Löwenzähne. Es ist Blütezeit.
Kurze Zeit später in nur wenigen Tagen verwandeln sich Löwenzähne zu Pusteblumen.
Hübsch und zart sehen die Schirme aus. Nun fruchten die Pflanzen auch und lassen ihre Samen durch den Wind verbreiten.

So mancher Gartenbesitzer steht mit Löwenzahn auf Kriegsfuß, denn das (Un) Kraut breitet sich nicht nur im Rasen aus, sondern auch in Beeten oder zwischen Pflasterfugen und kleinen Ritzen.
Löwenzahn fühlt sich einfach wohl im Garten.

Warum  nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen?
In der Fernsehsendung Quelle: „Wir in Bayern“ vom 21.05.2019 werden von Kräuterexpertin Daniela  Wattenbach die Vorzüge des Heilkrautes Löwenzahn beschrieben.

Der Löwenzahn kann das ganze Jahr über geerntet und alle Teile können frisch oder getrocknet verwendet werden. Die Wurzeln sind inulinreich und dienen auch als Kaffeeersatz.
Inhaltstoffe:
Sehr hoher Anteil an Bitterstoffen
Flavonoide
Cumarine
Mineralstoffe mit hohem Kalium-Anteil.

Löwenzahnwurzelkaffee (auch „Muckefuck“ genannt)
Wirkung:
Wirkt sich günstig auf Leber und Verdauung aus.

Zutaten:
Löwenzahnwurzeln (beliebige Menge)

Zubereitung:
Die Löwenzahnwurzeln reinigen und in kleine Stücke schneiden. Zum Trocknen bei geringer  Temperatur (40 – 50 Grad) im  Backofen trocknen. Die Dauer kann sich über mehrere Stunden hinziehen (bei mir drei Stunden). Die Wurzeln sind trocken, sobald sie sich brechen  lassen.
Die kleinen Stücke in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten. Danach werden die gerösteten Wurzelstücke kurz ausgekühlt, gemahlen und überbrüht.

Anwendung:
Pro Tasse Kaffee nimmt man einen gehäuften Teelöffel. Da er kein Koffein enthält, kann dieses Getränk auch am Abend genossen werden.
Quelle:  Fernsehsendung „Wir in Bayern“ vom 21.05.2019

„Muckefuck“ stammt aus der Zeit, als Bohnenkaffee als Luxusgut galt. Es ist letztendlich ein Aufgussgetränk, welches dem Kaffee geschmacklich und farblich ähnlich ist. Natürlich enthält es kein Koffein.
Für Ersatzkaffee wurden verschiedene regionale Pflanzen verwendet. Auch Zichorien, die Wegwarte, welche auffallend blau blüht, waren (und sind) besonders bekannt dafür.
Oder CARO Landkaffe, der sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut und welcher aus Gerste, Gerstenmalz, Zichorie und Roggen besteht.

Es gibt also immer Alternativen, seine persönliche Tasse duftenden, heißen „Kaffee“ zu genießen.

 

 

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